Familienunternehmen in der 7. Generation

Die WIMAG GmbH blickt auf über 200 Jahre Firmengeschichte.

Das „Staffelholz“ von Generation zu Generation weiterzureichen, das gelingt nicht vielen Unternehmen. In Zeiten von Übernahmen, Fusionen und der Verlagerung von Produktionsprozessen ins Ausland, ist das Modell Familienbetrieb und „Made in Germany“ immer seltener geworden.

Dieses Kunststück haben wir durch die Treue unserer Kunden, durch unsere Mitarbeiter und nicht zuletzt durch den Zusammenhalt der Gründerfamilie Greßbach geschafft. Werfen Sie jetzt einen Blick auf die beeindruckende Historie von WIMAG.

Die 7. Unternehmergeneration ist bereits im Unternehmen aktiv und bringt neue und innovative Ideen in das Unternehmen mit ein. Die Beibehaltung der Selbständigkeit als mittelständiges, innovatives Unternehmen steht dabei genauso im Fokus, wie der Ausbau der Marktpräsenz im In- und Ausland. 


Die 1. Generation: Matthäus Greßbach

Wir schreiben das Jahr, in dem der Sommer ausfiel – so zumindest ist es in den Geschichtsbüchern nachzulesen. Dort steht übrigens auch, dass 1816 ein besonderes Werk der Weltliteratur das Licht der Welt erblickt: „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“ von Mary Shelley. Doch uns interessiert an dieser Stelle natürlich etwas ganz anderes. Ein junger Mann aus Eutingen in Württemberg legt den Grundstein für ein Unternehmen, das 200 Jahre später noch immer existiert. Windenmacher ist er, der Matthäus Greßbach, und was für einer. Kein Wunder, dass er nach seiner Ankunft in Eisenbach prompt bei des Schmiedemeisters Witwe in Lohn und Brot kommt. Was ebenfalls kommt, ist die Liebe, gekrönt durch eine baldige Hochzeit. Dies setzte nicht nur eine Ehe in Gang, sondern auch einen Handwerksbetrieb, der fortan mit viel Fleiß und wenigen Mitteln geführt wird.

Die 2. Generation: Georg Greßbach

Während 1848 in Paris Arbeiter und Studenten auf die Straße gehen und in Kalifornien der Goldrausch beginnt, ist für Georg Greßbach die Zeit gekommen, den väterlichen Handwerksbetrieb zu übernehmen. Gelernt hat er inzwischen genug, um in den nächsten 28 Jahren fortzuführen, was ihm buchstäblich in die Wiege gelegt ist. Noch immer herrschen Bescheidenheit und einfachste Mittel vor, doch Georg weiß sein Handwerk auf 14 m² Fläche mit 1 Amboss, 2 Schraubstöcken, 1 Bohrmaschine und der vom Vater selbstgebauten Drehbank voranzutreiben.

Die 3. Generation: Zachäus Greßbach

Hin und wieder werfen große Dinge ihren Schatten voraus, während die kleinen beginnen zu wachsen. Denn als 1876 mit Zachäus Greßbach ein neues Zeitalter für die heutige WIMAG AG anbricht, wird ein großer Mann geboren: Konrad Adenauer. Und auch ein Wunder der Technik nimmt in jenem Jahr seinen Anfang – Alexander Graham Bell und Thomas Watson führen das erste Telefongespräch der Menschheitsgeschichte. Mit der Jahrhundertwende wendet sich schließlich auch das Blatt für Zachäus: In seinem Betrieb wird Menschenkraft durch die Anschaffung erster Maschinen ergänzt und zum Teil ersetzt. Die Maschinenbau-Anstalt bringt mit der Zahnstangenwinde eine Spezialität hervor; der erste Dreibock mit Zahnstangenwinde kommt zum Einsatz. Grund genug, wenig später auf der Landesausstellung des Handwerks in Nürnberg präsent zu sein. Und auch die erste Auszeichnung lässt nicht lange auf sich warten: Prinzregent Luitpold von Bayern verleiht dem Betrieb für seine preiswürdig hergestellten schmiedeeisernen Winden die Silberne Preismedaille.

Die 4. Generation: Josef Greßbach

Während sich an der Front der erste Weltkrieg abspielt und die Bayrischen Motorenwerke gegründet werden, während Kaiser Wilhelm der II. regiert und der Nobelpreis Literatur an Verner von Heidenstam geht, tritt Josef Greßbach in 4. Generation die Nachfolge von Zachäus an. Er verlegt den Betrieb aus dem Unterdorf in die Brückenstraße und baut ihn von da an stetig aus. Mit der größer werdenden Fläche halten weitere Werkzeugmaschinen Einzug. Die ersten Dreibock-Rohrlegewinden nehmen ihre Arbeit auf. Im Jahr 1940 wird WIMAG schließlich als Warenzeichen eingetragen. Josef ist inzwischen mit zahlreichen Ehrentiteln „dekoriert“, seine höchste Auszeichnung erhält er jedoch durch Bundespräsident Heuß, der ihm 1952 das Bundesverdienstkreuz am Bande verleiht. Im Jahr 1969 wird Josef für seine Verdienste zum Ehrenbürger der Gemeinde Eisenbach ernannt.

Die 5. Generation: Josef Hugo Greßbach

Es ist ein besonderes Jahr, in dem John F. Kennedy Präsident wird und Hans Albers stirbt. Der wirtschaftliche Aufschwung beschert den Menschen weiterhin Arbeit und Wohlstand. Das Medium Fernsehen hält in überwältigendem Ausmaß Einzug in deutsche Wohnzimmer. Und auch Josef Hugo Greßbach vergrößert 1960 seinen Fußabdruck – er übernimmt das Steuer des väterlichen Betriebs. Unter seiner Regie wird die erste große Halle mit einer Nutzfläche von knapp 1300 m² gebaut, einige Zeit später entsteht ein neues Bürogebäude. WIMAG ist jetzt auf den großen Messen in Leipzig, Frankfurt und Hannover sowie 1980 erstmals auch auf der BAUMA in München vertreten. Mit der Entwicklung des ersten handhydraulischen Rohrzuges unterstreicht das Unternehmen seine Innovationsfähigkeit. Ein neues Logo wird überdies zum markanten WIMAG Markenzeichen der nächsten Jahrzehnte.

Die 6. Generation: Gerd & Claudia Greßbach

Es ist das Jahr 1985, in dem Gerd Greßbach Chef des Industriebetriebes WIMAG wird und von da an mit seinem großes Faible für modernste Technologien, seinem Sachverstand und seiner fachlichen Kompetenz die Geschicke des Unternehmens lenkt. Bereits 1986 entwickelt er mit seinem Team die hydraulische WIMAG Motorwalze MW90, wenig später folgt der erste elektro-hydraulische Rohrzug RZE, ehe im Jahr 1989 der größte WIMAG Greifer mit einem Durchmesser von 3 m und einem Rohrgewicht von 20 t auf der Münchner BAUMA vorgestellt wird. 1991 feiert das Unternehmen 175 Jahre Firmengeschichte, ein Meilenstein, der noch heute in Erinnerung ist. Doch keine Zeit für Stillstand, 1996 wird der erste batteriebetriebe Vakuumheber zum Einsatz gebracht. Kurz nach der Jahrtausendwende beginnen Gerd und Claudia Greßbach mit der „Eroberung“ der größten Messen weltweit. Los geht´s mit der CONEXPO in Las Vegas, es folgen u. a. die BIG 5 in Dubai, die bc India in Mumbai und schließlich die bauma SA-Johannesburg sowie die Conexpo in Santiago de Chile. Das aktuelle Corporate Design prägt übrigens seit 2012 das WIMAG Erscheinungsbild. Und nun, im Jahr 2016, das 200-jährige Jubiläum – ein schöner Anlass, mit Stolz und Dankbarkeit zurück und vorwärts zu blicken.

Die 7. Generation: Katharina Greßbach & Clemens Märtin

Die 7. Unternehmergeneration ist bereits im Unternehmen aktiv und bringt neue und innovative Ideen in das Unternehmen mit ein. Die Beibehaltung der Selbstständigkeit als mittelständiges, innovatives Unternehmen steht dabei genauso im Fokus, wie der Ausbau der Marktpräsenz im In- und Ausland. Auch weitere innovative Produkten stehen auf der "to-do" Liste des Unternehmerpaares.

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