128 | Rohrzug
WIMAG Rohrzug RZE: das perfekte Rohrziehgerät für Stahlbetonrohre
Der Rohrzug RZE wurde speziell zum Verlegen von Stahlbetonrohren entwickelt und hat sich auf zahlreichen Baustellen weltweit bewährt.
Die Elektrohydraulik wird von einer Batterie mit Strom versorgt. Es gibt also keine störenden Zuleitungen. Der Maximaldruck der Hydraulik kann stufenlos eingestellt werden. Druck und Batterie werden durch Kontrollinstrumente überwacht. Die Einstellung auf eine neue Rohrdimension erfolgt über eine Spindel und falls notwendig durch Austausch der Stütze.
Der Bagger hebt den RZE mit einem Kettengehänge in das Rohr. Der Rohrzug kann auf den vier Rädern leicht im Rohr verfahren und an jeder Position per Knopfdruck hydraulisch verspannt werden. Dabei schwenken die Räder nach oben. Die drei großen Spannflächen verhindern eine Beschädigung des Rohres. Das Ziehen des Rohres erfolgt durch das Einfahren des Hydraulikzylinders über die Traverse und das Polyesterband. Nach dem Ausfahren des Zugzylinders wird der RZE per Knopfdruck entspannt und um eine Rohrlänge weitergezogen.
- Das Steuerkabel kann auf Wunsch durch eine Funkfernsteuerung ersetzt werden. Weiteres Zubehör ist erhältlich.
- Zum Ziehen von Stahlbetonrohren, mit einem Innendurchmesser von (800) 1.000 - 2.500 mm (mit Adapter 500 auch bis NW 3.000 mm).
Ihr Ansprechpartner
Marco Krug; Einkauf und Verkauf
Telefon: +49-6022-6847-16 Mail: m.krug[at]wimag.de
Weiterführende Informationen
Auch wenn der Rohrzug gemäß Definition der DGUV Vorschrift 54 Winden, Hub- und Zuggeräte kein Zuggerät ist, sind wesentliche Bestimmungen der Vorschrift auch hier zu beachten:
Kennzeichnung
An Geräten und Seilblöcken müssen angegeben sein:
- Hersteller oder Lieferer,
- Baujahr,
- Typ, falls Typenbezeichnung vorhanden,
- Fabriknummer oder Seriennummer,
- zulässige Belastung.
Prüfungen
Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass Geräte einschließlich der Tragkonstruktion sowie Seilblöcke vor der ersten Inbetriebnahme und nach wesentlichen Änderungen vor der Wiederinbetriebnahme durch einen Sachkundigen geprüft werden.
Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass Geräte einschließlich der Tragkonstruktion sowie Seilblöcke mindestens einmal jährlich durch einen Sachkundigen geprüft werden. Er hat sie darüber hinaus entsprechend den Einsatzbedingungen und den betrieblichen Verhältnissen nach Bedarf zwischenzeitlich durch einen Sachkundigen prüfen zu lassen.
Sachkundiger (befähigte Person) ist, wer aufgrund seiner fachlichen Ausbildung und Erfahrung ausreichende Kenntnisse auf dem Gebiet der Winden, Hub- und Zuggeräte hat und mit den einschlägigen staatlichen Arbeitsschutzvorschriften, DGUV Vorschriften und allgemein anerkannten Regeln der Technik (z. B. DGUV Regeln, DIN-Normen, VDE-Bestimmungen, technische Regeln anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder anderer Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum) soweit vertraut ist, dass er den arbeitssicheren Zustand von Winden, Hub- und Zuggeraten beurteilen kann.
Prüfnachweis
Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass über die Ergebnisse der Prüfung von Geräten ein Nachweis geführt wird.
Die Ergebnisse der Prüfungen von kraftbetriebenen Seil- und Kettenzügen zum Heben von Lasten sowie von kraftbetriebenen Kranhubwerken müssen in ein Prüfbuch eingetragen werden.
Betriebsanleitung, Betriebsanweisung
Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass die vom Hersteller mitgelieferte Betriebsanleitung vorhanden und den mit dem Aufstellen, Warten oder selbstständigen Betätigen der Geräte beauftragten Versicherten zugänglich ist.
Der Unternehmer hat, wenn die betrieblichen Verhältnisse dies erfordern, unter Berücksichtigung der vom Hersteller mitgelieferten Betriebsanleitung eine Betriebsanweisung in verständlicher Form und in der Sprache der Versicherten zu erstellen, in der entsprechend den betrieblichen Gegebenheiten Maßnahmen für den sicheren Betrieb geregelt werden.
Die Versicherten haben die Betriebsanleitung und die Betriebsanweisung zu beachten.
Aufstellung, Befestigung
Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass bei der Aufstellung der Geräte deren Steuerstand so angeordnet oder geschützt wird, dass der Geräteführer weder durch das Gerät selbst noch durch die Tragmittel oder die Last gefährdet wird.
Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass Geräte, Umlenkrollen und Seilblöcke nur an solchen Konstruktionen und Aufhängungen befestigt werden, die in der Lage sind, die zu erwartenden Kräfte sicher aufzunehmen.
Feststellung und Beseitigung von Mängeln
Stellt der Geräteführer an Geräten einschließlich der Tragmittel, Rollen, Ausrüstung und Tragkonstruktion augenfällige Mängel fest, hat er diese unverzüglich zu beseitigen. Gehört dies nicht zu seiner Arbeitsaufgabe oder verfügt er nicht über die notwendige Sachkunde, hat er erforderlichenfalls das Gerät außer Betrieb zu setzen und den Mangel dem Unternehmer zu melden.
Einleiten der Lastbewegung
Der Geräteführer darf eine Lastbewegung erst dann einleiten, nachdem er sich davon überzeugt hat, dass die Last sicher angeschlagen ist und sich keine Personen im Gefahrbereich aufhalten, oder nachdem er vom Anschläger ein Zeichen bekommen hat.
Der Geräteführer hat alle Bewegungen der Last und des Lastaufnahmemittels zu beobachten.
Kann der Geräteführer nicht alle Bewegungen der Last oder des Lastaufnahmemittels vom Steuerstand aus beobachten, hat der Unternehmer geeignete Maßnahmen zu treffen, damit Personen durch die Last oder das Lastaufnahmemittel nicht gefährdet werden.
FAQ
Warum sollen Betonrohre nicht mit dem Baggerlöffel zusammengedrückt werden?
Drücken mit dem Baggerlöffel birgt unnötige Unfall- und Beschädigungsrisiken.
Gemäß DIN EN 1610 müssen geeignete Rohrverbindungsgeräte verwendet werden. Die Rohre sollen unter stetigem Aufbringen axialer Kräfte zwängungsfrei verbunden werden, ohne die Bauteile zu überlasten.
Fachvereinigung Betonrohre und Stahlbetonrohre e.V. (FBS): „Das Zusammenschieben von Rohren mit dem Baggerlöffel sowie das Zusammenziehen mit an den Verlegeankern befestigten asymmetrischen Kettengehängen, die vom Hebegerät hochgezogen werden, ist wegen unkontrollierter Kraftentfaltung und möglicher Beschädigungen der Rohrenden nicht zulässig. Beim Zusammenziehen mit Kettengehängen besteht außerdem die Gefahr, dass die Rohre dabei angehoben und abgewinkelt werden und die planmäßige Lage nicht erzielt wird. Zu empfehlen sind Rohrzuggeräte, die entweder außen oder innen am Rohr angreifen.“
Güteschutz Kanalbau: „Rohre sind nur mit geeignetem Gerät und gleichmäßiger Lastverteilung zusammenzuführen.“
Was ist ein Rohrzug und wofür wird er eingesetzt?
Ein Rohrzug ist ein Spezialgerät zum Zusammenziehen von Stahlbetonrohren im Kanalbau. Der WIMAG Rohrzug RZE zieht die Rohre sicher und schnell ineinander, ohne dass zusätzliche Zuleitungen oder Muskelkraft nötig sind.
Was bedeutet die Modellbezeichnung RZE?
RZE ist die Baureihenbezeichnung des WIMAG-Geräts für Stahlbetonrohre mit Innendurchmesser 800/1.000–2.500 mm (mit Adapter bis 3.000 mm). Die Bezeichnung RZE steht für „Rohrzug elektrisch“.
Kann der WIMAG Rohrzug RZE gemietet werden?
Ja, der RZE-16 steht sowohl zum Kauf als auch zur Miete zur Verfügung.
Welche Rohre und Nennweiten lassen sich mit dem RZE zusammenziehen?
Mit dem WIMAG Rohrzug RZE können kreisrunde Stahlbetonrohre mit einem Innendurchmesser von 800 bis 2.500 mm verlegt werden, mit einem Adapter auch bis 3.000 mm Durchmesser. Mit weiterem Zubehör lassen sich ebenso Stahlbetonrohre mit Trockenwetterrinne, Drachenprofile oder Rechteckkanäle zusammenziehen. Zum Verlegen kleinerer Rohre gibt es die WIMAG Zugvorrichtung (Rohraußendurchmesser 350–1.250 mm) und den WIMAG Mini-Rohrleger (Rohraußendurchmesser 118–325 mm).
Wie funktioniert der Zugvorgang?
Mit einem Seilgehänge wird der Rohrzug zentrisch vor das erste Rohr gehoben. Auf vier Rädern lässt sich das Gerät leicht an die gewünschte Position im Rohr verfahren und dort per Knopfdruck hydraulisch verspannen. Ein Hydraulikzylinder zieht anschließend über ein Polyesterband und eine Traverse die Rohre zusammen; nach dem Zugvorgang entspannt sich das Gerät wieder per Knopfdruck. Danach wird der Rohrzug um eine Rohrlänge verfahren und wieder verspannt.
Wie läuft die Verlegung von Stahlbetonrohren ab und welche Rolle spielt der Rohrzug dabei?
Beim Verlegen von Stahlbetonrohren übernimmt der Rohrzug den eigentlichen Zugvorgang: Nachdem der Bagger das nächste Rohr positioniert hat, zieht das Gerät die Rohrenden mit kontrolliertem, definiertem Druck zusammen – statt das unkontrolliert per Hand oder mit dem Baggerlöffel zu tun. Vorbereitende Arbeiten wie Grabenaushub, Bettung und Ausrichtung der Rohre gehören nicht zur Funktion des Rohrzuges, sondern zu den regulären Tiefbauarbeiten.
Muss ich den Rohrzug nach jedem Zugvorgang neu positionieren?
Nein, der Rohrzug wird normalerweise mit einem 4 m und einem 8 m langen Zugband ausgeliefert. Nach dem Ziehen des ersten Rohres mit dem kürzeren Zugband wird dieses gegen das längere getauscht. Bei allen weiteren Rohren wird der RZE nach dem Zugvorgang mit der Traverse und dem Polyesterband um eine Rohrlänge nach vorne gezogen.
Welches Zugmittel benutzt der Rohrzug?
Als Zugmittel wird ein Polyesterband anstelle von Drahtseil oder Kette benutzt. Dadurch besteht keine Verletzungsgefahr.
Die maximale Zugkraft des Rohrzuges beträgt 16 t. Kann ich auch schwerere Rohre zusammenziehen?
Ja. Das zu verlegende Rohr wird so dicht wie möglich vor dem letzten Rohr ausgerichtet, bleibt aber bis zum Ende des Zugvorgangs am Hebezeug hängen. So lässt sich die Rohrposition mit dem Hebezeug leicht korrigieren. Die erforderliche Zugkraft wird erheblich reduziert, da nur der Reibungswiderstand der Dichtung überwunden werden muss.
Wie wird der Rohrzug mit Energie versorgt?
Das Gerät arbeitet elektrohydraulisch und wird über eine 12-V-Batterie mit Strom versorgt. Dadurch entfallen störende Zuleitungen oder Kabel während des Einsatzes im Rohr.
Wie wird eine Beschädigung der Rohre beim Ziehen verhindert?
Große Spannflächen verteilen die Kräfte gleichmäßig und verhindern Beschädigungen des Rohres. Der Spanndruck kann je nach Rohrdimension eingestellt werden. Druck und Batteriespannung werden über Kontrollinstrumente überwacht.
Kann der Rohrzug auf andere Rohrdimensionen umgerüstet werden?
Ja. Die Einstellung auf eine neue Rohrdimension erfolgt über eine Spindel oder durch Austausch der Stützen.
Gibt es eine Fernsteuerung für den Rohrzug?
Ja, eine Funkfernsteuerung ist optional erhältlich.
Welche Sicherheitsvorschriften gelten für den Betrieb des Rohrzugs?
Der Rohrzug unterliegt der DGUV Vorschrift 54. Vor Inbetriebnahme und mindestens einmal jährlich ist eine Prüfung durch einen Sachkundigen erforderlich. Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass über die Ergebnisse der Prüfung Nachweis geführt wird. Die Ergebnisse müssen in ein Prüfbuch eingetragen werden. Das Gerät darf nur entsprechend der Bedienungsanleitung eingesetzt werden.
Gibt es eine Bedienungsanleitung?
Jedes Gerät wird mit einer Bedienungsanleitung ausgeliefert. Bei Bedarf kann diese jederzeit unter www.wimag.de angefordert werden.
Was ist der Unterschied zwischen RZE und RZA?
Der Rohrzug RZE wird im Stahlbetonrohr eingesetzt; die Zugvorrichtung RZA wird von außen hinter der Glockenmuffe des Rohres verspannt.





